Was ist eine Abhängigkeitserkrankung und was sind ihre Folgen?

Die umgangssprachlich als „Sucht“ bezeichnete Abhängigkeit einer Person ist eine Krankheit, die diverse Ausprägungen in ihrer Auftrittserscheinung annehmen kann. Sie kann substanzgebunden sein in Form des Konsums von Rausch- und Betäubungsmitteln, aber auch substanzungebundene Abhängigkeiten wie die Computerspielabhängigkeit sind seit den letzten Jahren enorm angestiegen.

In jedem Fall sind Abhängigkeiten medizinisch und psychologisch als Krankheiten einzustufen, welche sich darin auszeichnen den Betroffenen in einen bestimmten Erlebniszustand zu versetzen. Der Erkrankte leidet daran diesem unabdinglichen und permanent präsenten Verlangen nachzukommen. Wird das Verlangen auf Dauer nicht gestillt löst der Körper und die Psyche eines Erkrankten Entzugserscheinungen aus, die je nach Stadium an Intensität zunehmen können und den Erkrankten dauerhaft psychisch und physisch schädigen.

Erfolgt keine fachspezifische Therapie, ist es in den meisten Fällen eine Frage der Zeit, bis die Stillung des Verlangens eine höhere Priorität und Stellungswert im Leben des Erkrankten einnimmt als seine körperliche Gesundheit, soziale Bindungen wie Familie und Freunde und das Berufsleben.

Langzeitfolgen können psychische Erkrankungen infolge der Entzugssymptome, totale Isolation von familiärem Umfeld, Verlust des Arbeitsplatzes und jeglichem Interesse der Freizeitgestaltung sein.

Neben psychischen Schäden kann der Langzeitkonsum von chemisch- synthetischer, pflanzlich- halluzinogener Substanzen und hochprozentiger Spirituosen irreparable gesundheitliche Schäden hervorrufen.

Es empfiehlt sich daher bei ersten deutlichen Anzeichen einer Abhängigkeit sich in ärztliche und therapeutische Obhut zu begeben.

Die Weltgesundheitsorganisation definiert Abhängigkeit anhand von 4 Kriterien:

  • Ein unbezwingbares Verlangen zur Einnahme und Beschaffung des Mittels
  • eine Tendenz zur Dosissteigerung (Toleranzerhöhung)
  • die psychische und meist auch physische Abhängigkeit von der Wirkung der Droge
  • die Schädlichkeit für den einzelnen und/oder die Gesellschaft

Sie können nicht richtig einschätzen ob Sie abhängig sind oder haben den Verdacht, dass ein Familienangehöriger in eine Abhängigkeit gerät?

Wir haben für Sie die wichtigsten Anzeichen zusammengefasst. Dabei unterscheidet man zwischen Veränderungen des Verhaltens und des äußerlichen Erscheinungsbildes eines Betroffenen.

Veränderungen des mentalen Zustandes und Verhaltens:

  • unbegründete und plötzliche Stimmungsschwankungen mit einer aggressiven Tendenz
  • Anzeichen depressiver Zustände einhergehend mit Selbst- oder Fremdbeschuldigungen
  • Kontaktverlust zu nahestehenden Bezugspersonen wie Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen oder ein rasanter Wechsel des sozialen Umfeldes
  • Veränderung oder Verlust persönlicher Interessen oder Hobbys
  • Häufiges Fernbleiben des eigenen Heims oder Isolation in einzelnen Räumlichkeiten
  • ungewöhnlicher Wechsel des Schlafrhythmus und der Wachheit oder Schlafstörungen
  • spürbare Abnahme der Produktivität bei der Arbeit, dem Studium oder in der Schule
  • wachsende Schulden und finanzielle Probleme in der Familie
  • notorisches Belügen von sich Selbst und seinem Umfeld
  • das Begehen von Straftaten

Veränderung des körperlichen Zustandes und somatische Störungen:

  • Essstörungen, also der komplette Verlust des Hungergefühls oder plötzlicher Heißhunger und übermäßiger Konsum von meist ungesunden Nahrungsmitteln
  • Eine starke Gewichtsabnahme in kurzer Zeit
  • Schweißausbrüche bei Raumtemperatur oder ohne vorangehende körperliche Betätigung
  • Rötungen im Gesicht und am Körper oder Blässe in der Gesichtspartie
  • Gesteigerte Anfälligkeit für Verstopfungen oder Durchfälle
  • Blutergüsse, Spuren von Verletzungen oder Schnitten am Körper bzw. offensichtliche Einstiche von Injektionsnadeln

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