Amphetaminabhängigkeit

Amphetamine sind eine Gruppe künstlich hergestellter in der Medizin als Stimulanzien bezeichnete synthetische Stoffe. Das Endprodukt, welches meist nasal konsumiert wird, ähnelt äußerlich meist dem weißen pulverförmigen Kokain oder einer feinkristallinen blassgelben Struktur, darf aber nicht verwechselt werden allein aufgrund der Herstellung.

Stimulanzien sind Stoffe, die eine anregende, stimmungsfördernde und dopingähnliche Wirkung haben. Früher vermehrt in Medikamenten eingesetzt ist die Einnahme von Amphetaminen heute eher beliebt für lange Partynächte, der Leistungssteigerung beim Sport oder mental herausfordernden Aufgaben bei der Arbeit.

Amphetamine haben ein noch höheres psychisches Abhängigkeitspotenzial als Kokain. Der dauerhafte Konsum von Amphetaminen kann neben sozialen Folgen vor allem psychische und körperliche Langzeitschäden nach sich ziehen. Mittelfristig kann beim nasalen Gebrauch eine Brüchigkeit der Nasenscheidewand folgen. Da sich das Amphetamin in Schleimhäuten und dem Rachenbereich festsetzen kann, schädigt es Geschmacks- und Geruchsvermögen und kann sogar zu dessen vollständigen Verlust führen. Weiterhin führt eine Abhängigkeit zu bleibenden Hirnschäden, da das Amphetamin sowohl Herz, Gewebe und Nervenzellen angreift. Andere Organe können ebenfalls betroffen sein.

Besonders gefährlich ist die Nebenwirkung durch Streckmittel im Amphetamin. Dieses wird nämlich nie in reiner Form in Umlauf gebracht, sondern gestreckt mit Koffein oder synthetischen Aufputschmitteln. Fälle von Verunreinigungen durch chemische und hochgiftige Reinigungsmittel sind keine Seltenheit. Mögliche unvorhersehbare körperliche Schäden sind daher nicht auszuschließen.

Psychische Folgeschäden liegen vor allem in Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen und unkontrollierbaren „Ticks“ wie dem ständigen Kiefermahlen. In Extremfällen können Persönlichkeitsveränderungen sowie Halluzinationen mit Angstzuständen und Verfolgungswahn weitere psychische Folgeschäden sein.

Höchstgefährlich ist der Konsum in Schwangerschaften. Das Risiko von Früh- oder Spätgeburten steigt an. Missbildungen und geistige Störungen beim Neugeborenen können auftreten, selbst Todgeburten sind möglich.

Amphetamine sind nicht mit Methamphetaminen oder „Ecstasy“ zu verwechseln. Methamphetamine sind sogenannte Derivate, ähneln also der chemischen Struktur von Amphetaminen. Methamphetamine sind in ihrer Wirkung deutlich stärker und stellen ein höheres Abhängigkeitsrisiko dar.

„Ecstasy“ ist eine ebenfalls synthetisch hergestellte Droge und in ihrer Wirkung und ähnlich der von Amphetaminen. Im Mischkonsum mit Alkohol ist es eine beliebte Partydroge. „Ecstasy“ ist ebenfalls höchst schädlich für Körper und Psyche. Genauere Informationen zur Behandlung finden Sie hier.

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